Gruppe von Frauen in Friesentracht
© Dagebüll Tourismus GmbH / Foto: Karl Ludwig Neumann

Die Friesen und ihre Kultur


De Lünd von de Nordseeküst

Land, Leute und friesische Kultur

Die Friesen... Minderheit in Nordfriesland

Wir Friesen sind ein Volk mit einer einzigartigen Kultur und Geschichte. Diese wird durch zahlreiche Traditionen und Feste geprägt. In Bredstedt gibt es das nächstgelegene Nordfriisk Instituut. Es kümmert sich durch viele ehrenamtliche Helfer um die Pflege, Förderung und Erforschung der friesischen Sprache, sowie um Geschichte und Kultur und ist daher ein wichtiger Bestandteil Nordfrieslands. Auch bei uns in Dagebüll wird die friesische Sprache noch häufig gesprochen, horcht mal genau hin.

Biikebrennen in Dagebüll
© Dagebüll Tourismus GmbH / Foto: Heinke Boysen

Verdrieben vun de bösen Geister

Biike

Das Biikebrennen, das jährlich am 21. Februar stattfindet, hat einen ganz besonderen Platz im Herzen der Nordfriesen und ihrer Gäste. Um die Biike (Friesisch für „Feuerzeichen“) ranken sich viele Mythen. So soll das Biikebrennen im 17. Jahrhundert als Abschiedsgruß für die Walfänger gedient haben. Wahrscheinlicher ist jedoch das es sich um einen Brauch aus heidnischer Zeit handelt. Mit dem Feuer sollten böse Geister vertrieben und die Saat geschützt werden. Und so wird auch heute mit dem Anzünden des Feuers der Winter verabschiedet und der Frühlingsanfang gefeiert. Nach dem Abbrennen der Biike geht es dann in eine gemütliche Gaststube zum Grünkohlessen und lustigen Beisammensein. In Dagebüll wird die Biike traditionell ebenfalls in den Abendstunden angezündet.

 

Mädchen mit Wunderkerze beim Rummelpottlaufen
© Sabine Klüver

Verkleedete Lüüd

Rummelpottlaufen am Silvesterabend

Beim Rummelpottlaufen ziehen bereits seit mehreren Jahrhunderten kleine Gestalten singend und reimend am frühen Silvesterabend durch die Straßen. Sie tragen fantasievolle Kostüme und verabschieden mit Gesang und lautstarkem Poltern das alte Jahr. Die Hausbewohner bedanken sich bei ihnen mit Süßigkeiten. Wer die kleine Spende verwehrt, erntet als vermeintlicher Geizkragen ein Spottlied. Und wenn du uns zu Silvester besuchst und beim Rummelpottlaufen mitmachen möchtest, dann findest du für die Kinder ein bischen "Snökerkraam" in der Flaniermeile von Dagebüll.

Pferd im Rapsfeld
© Dagebüll Tourismus GmbH / Foto: Franziska Rieve

Een ile Tradition

Ringreiten

Ringreiten ist etwas ganz besonderes. Eine Tradition zum Anschauen. Das Ringreiten ist ein alter Brauch an der gesamten schleswig-holsteinischen Nordseeküste und wurde daher 2021 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO in Deutschland aufgenommen. Bei einem Nordsee-Urlaub kann man die geschickten Reiter und Reiterinnen zwischen Mai und August auf ihren Pferden bestaunen und anfeuern. Hoch auf dem Ross zielt der Reiter mit seinem Pferd im rasenden Galopp und einer Lanze bewaffnet auf einen kleinen Ring. Dieser ist mit einem Magneten an einem Ringbaum, auch Galgen genannt, befestigt. Die Ringe werden jede Runde kleiner und so wird der Anspruch immer größer. Wer bei dieser Sportart die meisten Ringe sticht, wird zum König oder zur Königin gekürt. Im Umkreis von Dagebüll gibt es viele Ringreitveranstaltungen.